Remscheid Erinnerung zwischen Pferdestall und Rathausplatz

Der Erinnerungskultur in Remscheid einen sichtbaren Platz zu geben scheint sehr schwer zu sein. Dabei wäre es so einfach.

Der Nazilöwe auf dem Rathausplatz hat immer noch eine gelogene Inschrift.

Da steht echt immer noch „Bergischer Löwe“. Gelogen vom ersten bis zum letzten Buchstaben!

Das wurde zwar schon vielfach diskutiert aber das wird politisch ausgesessen.

Die historische Wahrheit wird hier ausgesessen.

Die Debatte um das Projekt „Pferdestall“ zeigt eigentlich einen guten Ansatz. Man soll die Dinge dort zeigen, wo sie geschehen sind. Aber der Nachteil bei diesem Projekt besteht ja darin, daß es sehr viel Geld kosten soll und eben nicht im Alltagsleben der Menschen zu sehen ist sondern im ehemaligen Pferdestall auf dem Hinterhof der Polizei.

Ich habe einen anderen oder zusätzlichen Vorschlag, der sehr viel günstiger ist und die Geschichte dieser Zeit direkt und alltäglich als Teil der Gegenwart zeigt. Da könnte man dann auch sehr gut noch auf das Museum im Pferdestall hinweisen.

Dafür würde sich dies anbieten am Ort des Geschehens. Das wäre hier:

Sockel auf dem Rathausplatz Mai 2018

Und das könnte so ähnlich aussehen und wäre damit dauerhaft Bestandteil des Alltags als Teil der geschehenen Geschichte:

Remscheid Gedenktafel am Nazilöwen auf dem Rathausplatz – Grafik M. Mahlke

Mit einer solchen Gedenktafel wäre auch die falsche Inschrift weg und die asoziale Bemalung. Dem Gedenken und dem Alltag wären Rechnung getragen und es wäre ein sichtbares Zeichen der aktiven Auseinandersetzung mit unserer eigenen Geschichte…

 

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